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Neue Haiarten entdeckt



Die Entdeckung von zwei neuen Haiarten vermelden australische Biologen. Die beiden Neulinge leben vor der Südwestküste des fünften Kontinents und gehören zur Gruppe der Wobbegongs - aufgrund ihrer Erscheinung auch als Teppichhaie bezeichnet (Eine der neuen Arten ähnelt einer Zwergausgabe des im Bild gezeigten Gefleckten Wobbegong). Erstmals gesichtet wurden sie allerdings nicht im Meer, sondern bei der routinemäßigen Kontrolle kommerzieller Haifänge.
Wobbegongs (Orectolobidae) stellen gewissermaßen die Plattfische der Haiwelt. Flach gebaut und meist dicht an den Meeresboden geschmiegt, sind sie mit verschiedenfarbigen Flecken und Bändern überzogen - ähnlich einem von Korallen und Algen bewachsenen Fels. Vervollkommnet wird die Tarnung durch fransenartige Barteln am Kopf.
"Es ist schon verblüffend, dass diese Arten die ganze Zeit über vor unserer Küste gelebt haben und dass wir sie erst jetzt als neue Spezies identifizieren konnten", erklärt Justin Chidlow vom Westaustralischen Fischereiministerium, einer der Entdecker. Auf den ersten Blick wiesen beide Neulinge große Ähnlichkeit mit längst bekannten Orectolobus-Arten auf. "Bei näherer Betrachtung findet man jedoch einige klare Unterschiede, die sie als eigenständige Arten kennzeichnen."
Neben der Färbung gehört dazu auch die Körpergröße. So zeichnet sich eine der neuen Arten durch gelbliche, an Blüten erinnernde Flecken auf dunkelbraunem Untergrund aus. Entsprechend wurde sie von Chidlow und seinem Kollegen Peter Last von der Forschungsorganisation CSIRO auf den Namen Orectolobus floridus getauft, zu Deutsch etwa "Geblümter Wobbegong".
Dagegen wurden die Vertreter der zweiten Art, weißgefleckt auf ockerfarbenem Untergrund, aufgrund ihrer geringen Größe zunächst für Jungtiere des Gefleckten Wobbegongs (Orectolobus maculatus) gehalten. Die beiden Forscher tauften diese Art daher Orectolobus parvimaculatus, "Kleiner Gefleckter Wobbegong".

Forschung: Peter R. Last, Marine and Atmospheric Research, Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO), Hobart, Tasmanien, und Justin A. Chidlow, Fisheries and Marine Research Laboratories, Department of Fisheries, Government of Western Australia, North Beach. Veröffentlichung Zootaxa, Vol. 1673, pp 49-67

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