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Kreuzotternbiss

Bericht von Univ. -Prof. Dr. Walter Stögmann

Welche Erste-Hilfe-Maßnahmen soll man im Fall eines Kreuzottern-Bisses setzen?

Kreuzottern werden in unseren Gegenden aufgrund der Zerstörung ihrer Lebensräume immer seltener. Sie beißen in der Regel nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Die meisten Vergiftungen nach einem Kreuzotternbiss verlaufen leicht. An der Bissstelle kommt es rasch zu einem schmerzhaften Ödem (Anschwellung) mit bläulicher Hautfärbung. Selten treten allgemeine Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen auf. Äußerst selten kommt es zu lebensbedrohlichen Ödemen, schockartigem Kreislaufversagen und Bewusstlosigkeit. 

Als Erste-Hilfe-Maßnahme ist es zunächst sehr wichtig, den Patienten zu beruhigen. Er glaubt ja, eine lebensgefährliche Vergiftung erlitten zu haben. Der gebissene Körperteil muss immer ruhig gestellt werden (das Bein schienen, den Arm in eine Schlinge legen). Jegliches Abbinden, Einschneiden oder Ausschneiden der Bissstelle ist zu unterlassen, da dadurch die lokale Giftwirkung lediglich nur verstärkt werden könnte. Auch ein Aussaugen der Bisswunde ist wenig sinnvoll, da dadurch die Wunde infiziert werden könnte. In jedem Fall ist ein Krankenhaus aufzusuchen, wo der Patient für ein bis zwei Tage überwacht werden muss. Eine Antiserumtherapie ist nur in schweren Fällen mit ausgeprägten Allgemeinsymptomen notwendig. 

Die Heilung eines Kreuzotternbisses verläuft in der Regel problemlos, das Ödem geht meist nach drei bis sechs Tagen zurück.

Univ.-Prof.Dr.Walter Stögmann 
Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde in Wien

 

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