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Das Korallenriffaquarium

Ein Bericht von Gernot Urbanek

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Wenn man ein Riffaquarium zuhause haben möchte muss man vorher wissen auf was man sich einlässt. Eines muss vom Anfang an beachtet werden, viel Zeit wird beansprucht!

Leute die zu mir auf Besuch kommen bestaunen mein kleines Riff, sagen aber gleichzeitig,

dass es für sie zu viel Arbeit wäre. 

Für mich ist das keine Arbeit, sondern eine große Freude an meinen Aquarium etwas zu machen, egal was es auch ist.

Scheiben putzen, Wasser wechseln, Eiweißabschäumer - und Pumpen reinigen, Lichtanlage wechseln, Füttern der Fische und vor allem, Beobachten ob meine Tiere gesund sind. 

Wie halte ich nun in meinem Aquarium die Tiere gesund. Folgendes sollten nicht vernachlässigt werden.

Für die Dekoration wenn möglich nur Lebende Steine benutzen, diese haben nämlich die Eigenschaft, dass man beim Einfahren (Vorbereiten) des Beckens, eine biologische Wirkung erzielt und somit die Einfahrphase wesentlich kürzer halten kann. 

Ein Filterbecken in dem das Aquariumwasser gereinigt wird, kann sehr von Vorteil sein. 

In dieses Becken kommt auch die Technik hinein, wie z.B Eiweißabschäumer, Zeolithfilter, Förderpumpe für Wasseraus-u. rücklauf in das Becken, sowie der Kalkreaktor. 

Der Eiweißabschäumer sollte gleich beim Wasserzulauf und nicht unterdimensioniert sein.

Er muss um ca. 30% mehr Leistung bringen als die Literanzahl des Beckens. 

Also sollte bei einem 1000 Literbecken ein Abschäumer eingebaut werden der für 1300 Liter konzipiert ist. Ein sehr guter Abschäumer ist ein Bubble King - Abschäumer der Firma Royal Exklusiv 

Bei mir verrichtet bis jetzt ein Aqua Medic seine Arbeit, werde aber auf den oben angeführten Abschäumer umsteigen.

Als zweite Filterung wäre ein Zeolithfilter sehr gut. Dieses Filtermaterial gibt es bei Korallenzucht.de, einer Internetfirma. Der Filter ist mit diesem Material acht bis zehn Wochen im Einsatz und wird dann durch neues Zeolith ersetzt. 

Natürlich braucht man eine gute Pumpe die das Wasser vom Filterbecken in das Aquarium zurück befördert. Diese muss mindestens 3 - 4 mal in der Stunde das Aquariumwasser umwälzen. 

Von einem Rieselfilter halte ich nichts, ich habe ihn in meiner Seewasseranfangszeit ohne großen Erfolg benutzt. Leider baut dieser Filter Nitrat auf, das sich nicht gut auf Korallen und Fische auswirkt. Somit hätte ich das Thema Filterung abgeschlossen.

Steinkorallen benötigen unbedingt einen Kalkreaktor, da diese für ihr Wachstum viel Calcium brauchen. Der Kalkreaktor wird mit Korallenbruch gefüllt der durch CO² zersetzt wird und so tropfenweise ins Aquarium gelangt. Das verdunstete Wasser muss natürlich täglich mit Osmosewasser nachgefüllt und wenn möglich auch automatisch nachdosiert werden.

Im Becken müssen jetzt nur noch Strömungspumpen angebracht werden.
Es sollten so viele sein, dass die gesamte Liter Anzahl des Aquariums mindestens zehnmal in der Stunde umgewälzt wird. Hier gilt natürlich auch, je mehr desto besser. 

Die Korallen brauchen zum wachsen natürlich viel Licht,deshalb zum Thema:
Über meinen 950 Liter Aquarium habe ich z.B. 2x 400Watt HQI Brenner, 2x Blaulicht und einen Balken ATI mit 3x 80 Watt montiert. Bei einem kleineren Aquarium reicht natürlich auch weniger Licht. An dieser Stelle ist vielleicht zu sagen desto größer das Becken desto teurer wird es.

Der Wasserwechsel ist auch bei einen Seewasseraquarium durchzuführen, ca. 5-10% jede Woche.
Nach der entsprechenden Einfahrphase die auch noch durch Altwasser verkürzt wird, kann mit dem Besatz von nicht heikeln Fischen begonnen werden, zB. kleine Riffbarsche oder die eine oder andere Koralle. Jetzt heißt es allerdings, Ruhe bewahren!

Nach und nach kann dann mit Fischen und Korallen weiter bestückt werden und man muss nun selber beobachten ob sich die neuen Mitbewohner auch wohl fühlen.

Sehr wichtig ist auch ausreichende Literatur, sodass man für das wunderschöne Hobby auch gerüstet ist.

Falls Sie sich jetzt für ein Seewasseraquarium entscheiden wünsche ich ihnen viel Freude beim errichten Ihres kleinen Riffs.

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