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Fischparasiten wieder in Erinnerung gebracht !

Ein Bericht von Norbert Svardal

In der letzten Zeit werde ich immer wieder mit Fragen konfrontiert, die Fischkrankheiten betreffen. Sie können in den besten Aquarien vorkommen !
Hier sind daher alle jene sichtbaren Krankheiten wieder in Erinnerung gebracht, die nach dem Häufigkeitsgrad am meisten auftreten und von einzelligen- bzw. vielzelligen Parasiten hervorgerufen werden.
Krankheiten die nicht durch Parasiten hervorgerufen werden wie, Laugenkrankheit, Sauerstoff-
mangel, Vergiftungen, Geschwülste, Futterschäden usw. sind hier nicht erwähnt.

1. Ichthyopthirius multifiliis (Pünktchenkrankheit), ein Wimperntierchen das bis 1mm groß wird und in der Haut der Aquarienfische parasitiert. Diese verhältnismäßig großen
weißen, wie Grießkörner gut sichtbaren Erreger überziehen, je nach Stärke des Befalles, den gesamten Körper des Fisches. 

2. Costia (Haut-u. Kiementrüber), dieses winzige Geißeltierchen ruft die ansteckende
schleierartige Hauttrübung hervor und ist ein Parasit, der die Hautzellen von Süßwasserfischen zerstört. Es wird etwa 10 µm groß, ist ebenfalls weiß, viel kleiner als Ichthyopthirius und überzieht je nach Stärke des Befalles, zuerst die Kopfpartie und dann den Körper des Fisches (Merkmal - schaukelnde Bewegungen und scheuern an Steinen und Wurzeln).

3. Oodinium pillularis (Panzergeißeltierchen), ein Parasit der die Samtkrankheit bei den
Aquarienfischen hervorruft und sich in der Fischhaut verankert. Er ist mikroskopisch klein und bei Befall wird der Fisch mit einem weißlich trüben Belag überzogen (Merkmal - Scheuerbewegungen und starkes Luftschnappen der Fische).

4. Argulus foliaceus (Karpfenlaus) 5 - 8 mm groß, gehört zur Gruppe der Fischläuse und ist eine Unterart der Krebse. Sie sind häufige Parasiten von Süßwasserfischen, durch Lebendfutter in das Aquarium eingeschleppt leben sie nicht sehr lange, können jedoch mit einem zwischen den Augen liegenden Giftstachel die Fischhaut verletzen. 
Für kleine Fische tödlich.
(Merkmal - Stichstellen erkennt man durch die rötliche Entzündung und starke Wölbung, die in eine weißgraue Verfärbung übergehen kann).

5. Camallanus (Fräskopfwurm), bis 8 mm groß lebt am Darmausgang der Fische, rötliche Würmer, hängen sichtbar mehrere Millimeter aus dem After. Bei einer raschen Bewegung derWirtsfische ziehen sie sich in diesen zurück. Besonders gefährdet sind
lebendgebärende Fische.
(Befallene Tiere magern stark ab und es kommt häufig zu Rückgratverkrümmungen).

Weitere parasitäre und nichtparasitäre Krankheiten sind nicht so häufig, ich habe daher nur
jene Krankheiten angeführt, die vorrangig bei der Haltung von Aquarienfischen auftreten.

Für alle diese Krankheiten gibt es im Zoofachhandel entsprechende Heilmittel,
die mit ziemlicher Sicherheit einen Behandlungserfolg bringen.


Norbert SVARDAL, 1. WRN ATV

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