Get Adobe Flash player
Start Berichte


Kennen Sie alle in österreich heimischen Schlangen?

Ein Bericht von Norbert Svardal


Sicher nicht!

Beim Terrarianerstammtisch am 19.3.04 wurden sie nach dem Vortrag "Licht im Terrarium",
von einem Mitglied des Vereines in Form eines Power point Vortrages vorgestellt.
Sinn dieser Präsentation war, heimische, in Österreich vorkommende Schlangen vorzustellen, um harmlose nützliche Schlangen (auch Giftschlangen) aus mangelnder Kenntnis oder Aversion, vor dem erschlagen werden zu retten.
Vorgestellt und gezeigt wurden:

Äskulapnatter (Zamenis longissimus) - Vorkommen Österreich, ganz Europa, Kleinasien, Kaukasus (gestrüppreiche Laubwaldränder, lichte Unterholzhaine, unterschlupfreiche Hänge, hält sich gerne an zerfallenen Gemäuern und Legesteinmauern bei landwirtschaftlichen Nutzflächen auf). Ungiftig!

Glatt/Schlingnatter (Coronella austriaca) - Vorkommen Österreich, Nord-u. Mitteleuropa
(offenes, sonniges, versteckreiches Gelände, besiedeln gerne vom Kulturland umgebene Biotope). Ungiftig!

Ringelnatter (Natrix natrix) - Vorkommen Österreich und fast ganz Europa, Westasien, Nordafrika (an von Schilf und Stauden umwachsenen Biotopen, Teichen, Sumpfgebieten). Ungiftig!

Würfelnatter (Natrix tessellata) - Vorkommen Österreich, westlichen Süd- u. Mitteleuropa, Mittelasien (wärmeliebend, hält sich gerne in unmittelbarer Nähe von langsam fließenden Flüssen, steinigen Ufern und vegetationsreicher Umgebung, sowie fischreichen mit Schilf bewachsenen Seen des Flachlandes auf).Ungiftig!

Kreuzotter (Vipera berus) - Vorkommen Österreich (Bergland ab 900 bis 3000 Meter), Nord-u. Mitteleuropa, Mittelasien (sonnige, buschreiche, verkrautete Wegränder,baumstumpf- durchsetzte meist mit Brombeeren und Brennesseln bewachsene Rodungsflächen, Torfmoore,
vegetationsreiche Geröllhänge. Die Kreuzotter ist giftig, Bisse sind aber nur selten tödlich!

Horn-od.Sandotter (Vipera ammodytes) - Vorkommen südl. Steiermark, Kärnten, Balkan, Kleinasien, Syrien (Geröllhalden, Felsabrisse, Gesteinshäufungen in Laubwäldern, kommt im Bergland auch bis 2000 Meter vor).Die Horn-od. Sandotter ist giftig, bei Biss kommt es zu starken Blutungen an subkutanen Geweben, starke Kopfschmerzen, Schwäche-u. Schwindelgefühl, Erbrechen, eventuell Kreislaufzusammenbruch. Bei dieser Otter ist eine rechtzeitige Seruminjizierung erforderlich, dann klingen die Beschwerden bald ab!

Wiesenotter (Vipera ursinii) - Vorkommen Zentralasien, Mitteleuropa (lückenhaft Ungarn, Slowenien, Kroatien, Serbien, Albanien, Rumänien, Süditalien, Südfrankreich), in Österreich vermutlich nur in Niederösterreich vereinzelnd noch nachweisbar!
Die Wiesenotter führt eine verborgene recht unauffällige Lebensweise, sonnt sich gerne auf geringfügig erhöhten Stellen (Maulwurfshügel), ist sehr vorsichtig und zieht sich bei der geringsten Bodenerschütterung zurück, sie ist von allen europäischen Vipern am wenigsten giftig und für den Menschen kaum ernsthaft gefährlich. Die Wiesenotter ist durch unvernünftige Zerstörung ihrer Lebensräume (Überweidung und Trockenlegung von Wiesen), sehr selten geworden und vom Aussterben bedroht!

Svardal Norbert

Zurück zur Berichtsauswahl